Paul Röhrig im Interview zum Thema GDPR und Privacy. Der Status Quo und der Outlook!

Aktualisiert: März 23


Die digitalisierte Werbebranche stellt sich der Herausforderung auf unterschiedlichen Ebenen mit vertraulichen und personenbezogenen Daten umzugehen.


Zusammengefasst geht es um GDPR, also der Europäischen Verordnung mit dem Namen «General Data Protection Regulation» und um Privacy, also der Privatsphäre von uns Internet Nutzern.


Datenschutz und Privacy Regulierungen reduzieren die verfügbare Reichweite für Daten-getriebene, programmatische Kampagnen um über 47%*.

C: Kannst Du uns sagen, was alles unter GDPR fällt?

PAUL: Bei GDPR handelt es sich um die Regulierung von Daten, mit denen Personen identifiziert werden können. Die gängige Abkürzung für personenbezogene Daten ist PII oder Personal Identifiable Information, wozu unter anderem die IP Adresse, die Geo Location, die Device ID und die E-Mail-Adresse gehören.


C: Was bedeutet die Verordnung für die Schweiz? Wird es eine ver- oder entschärfte Version von GDPR geben?

PAUL: Die eben erwähnten Daten dürfen ohne Zustimmung des Users respektive Eigentümers nicht genutzt werden. Aus Sicht des Users eine vollkommene logische Situation. Aus Sicht der Branche, die in den vergangenen Jahren viel Energie, Cleverness, Investitionen, Businessmodelle, Ausbildung und Informations-Architektur rund um die PII's gebaut hat, eine starke Ernüchterung.



Apples Steuerung von Werbeanbietern reduzieren die klassischen Targeting-Möglichkeiten weiter.*

Zu dieser neu entstandenen Herausforderung kommt die zunehmende Restriktion der Platzierung und Nutzung von 3rd Party Cookies durch die Browser. Safari und Firefox (gemeinsamer Marktanteil ca. 40%) unterdrücken das Setzen dieser Cookies per default, also schon in den Grundeinstellungen. Das verursacht auf der anderen Seite eine signifikante Abnahme der Relevanz der dem User angezeigten Werbung und damit weniger effektive und wegen höheren Streuverlusten, weniger effiziente Kampagnen.


Die Sperrung von 3rd-Party Cookies, die bisher meistverwendete Er