Das Cookie krümelt: Fingerprint ist die Zukunft des Datentrackings

Das Cookie krümelt: Fingerprint ist die Zukunft des Datentrackings

Während sich die gesetzlichen Vorgaben im europäischen Raum (z.B. GDPR) bezüglich Cookie-Tracking stetig verschärfen und gleichzeitig die technischen Möglichkeiten zur Cookie-Blockierung (Ad-Blocker) immer einfacher werden, geht am Tracking-Horizont eine neue, effiziente Analysemöglichkeit auf: das Fingerprint-Tracking. Im Markt gibt es bisher noch keine standardisierte Form dieser Art des Trackings und auch die grossen Werberegulationsbehörden und -verbände, wie beispielsweise die IAB, können noch kein Konzept vorweisen, das als Grundlage für einen allgemeinen Standard ausreicht. Convertos Innovation liegt in der Kraft, Lösungen selber entwickeln und optimieren zu können. Unsere selbstentworfene und selbstentwickelte Fingerprintlösung befindet sich bereits in der Testphase und wird demnächst verfügbar sein. Bereits in der Konzeption haben wir die heutigen Richtlinien und Datenschutzvorgaben integriert, so dass eine Kompatibilität mit zukünftigen Rahmenbedingungen leicht umzusetzen ist. Auch die gesetzlichen Grundlagen und Entscheide beobachten wir permanent um die Rechte der User zu wahren.

Wie funktioniert Fingerprint-Tracking?

Im Gegensatz zum cookiebasierten Tracking, wo Daten lokal beim Nutzer gespeichert werden und so sämtliche in den Cookies gespeicherte Daten für andere Websitebetreiber, App-Anbieter, Tracking-Systeme etc. auslesbar sind, fokussiert Fingerprinting auf die individuellen Merkmale des verwendeten Endgerätes, über das die Datensätze ausschliesslich in einer Converto Datenbank ohne Zugriff für Dritte anonymisiert abgespeichert werden. Mit anderen Worten, statt dass die Nutzer ständig und vor allem aktiv mitteilen, was sie gerade machen, wo sie sich gerade befinden, welche Applikationen sie gerade nutzen, muss für das Fingerprint-Tracking ein intelligentes System die Beobachtung aktiv übernehmen, ohne dabei persönliche Daten zu speichern. Dazu wird beim Websiteaufruf im Hintergrund ein JavaScript-Tag hinterlegt, das zum Beispiel die Systemkonfiguration des Nutzers ausliest. Aufgrund dieser Systeminformationen wie benutzter Browser, installierte Schriften und Plugins, Bildschirmauflösung und natürlich erheblich vielen granularen Informationen entsteht daraus über die Zeit ein einzigartiges Profil oder eben ein Fingerabdruck.

Das einzigartige an der Technologie von Converto ist, dass wir nicht nur einer Methodologie folgen sondern die effektivsten miteinander verbinden und unser Algorithmus die Informationen intelligent zu einem Fingerprint zusammenfügt.  Dieser Fingerprint wird individuell und für den Nutzer unsichtbar und ohne zusätzliche Datenbelastung kreiert. Auf diese Art geschieht das Tracking so unaufdringlich und unauffällig, dass die User nicht gestört werden.

Diese Informationen, die über 50 verschiedene Datenpunkte beinhalten können, werden mit Algorithmen versehen, die permanent die Qualität und Plausibilität der Informationen überprüfen und in Sekundenschnelle zu einer eindeutigen ID zusammenfassen und denen laufend weitere Websiteaufrufe zugeordnet werden.

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Das Ideal-Szenario

In einer für die Werbewirtschaft idealen – und deshalb auch utopischen Welt – würden die User sich mit einem Login und personenbezogenen Daten einloggen und mit einem Opt-in für alle Werbemassnahmen hingeben. Das ist auch einer der Hauptgründe, wieso die Sozialen Netzwerke und nun auch die Medienhäuser in der Schweiz mit einem Login über verschiedene Inhaltsangebote arbeiten wollen. Der User loggt sich ein und jede Bewegung auf den Angeboten der angeschlossenen Partner wird aufgezeichnet und daraus ein Interessens- und Verhaltensprofil abgeleitet, was sehr interessant für die kommerzielle Kommunikation ist.

Nur, was wenn die User nicht eingeloggt sind?

Die Vorteile der Fingerprint Tracking

Neben dem offensichtlichsten Vorteil, der Umgehung der Cookie-Blockade, ist Fingerprinting eine der zuverlässigsten Methoden des cookielosen Trackings, denn sie ermöglicht zu 90% eine eindeutige Nutzeridentifizierung und dessen websiteübergreifende Verfolgung.

Das browser- und geräteübergreifende Tracking ermöglicht eine genauere Reichweitendefinition bzw. genauere Bestimmung der Anzahl Unique User. Die sehr hohe Zahl erfass- und analysierbarer Datenpunkte erlaubt die inhaltliche und didaktische Verbesserung der Anzeigen, ein aussagekräftigeres Reporting ein spezifischeres Retargeting  sowie ein präziseres Nutzerprofil durch die Berücksichtigung kontextueller Daten – trotz der Auswertung ausschliesslich anonymisierter persönlicher Nutzerinformationen, wodurch das Fingerprinting dafür auch gegenüber ethisch-rechtlichen Standards zu bestehen vermag.

Fazit: Fingerprint wird Cookies ersetzen

Fingerprint Tracking ermöglicht Werbetreibenden nicht nur die sehr genaue Messung ihres Kampagnenerfolges, sondern gleichermassen die Beurteilung der jeweiligen Publisherleistung. Wichtig ist, dass man sich durch die scheinbar geringere Reichweite nicht täuschen lässt, sondern erkennt, dass diese lediglich auf die präzisere Nutzererfassung zurückzuführen ist. Ein realer Reichweitenverlust und ungenaues Retargeting hingegen bestehen beim cookiebasierten Tracking durch die verschärften Datenschutzbestimmungen und Adblocker. Gerade in Bezug auf die mobilen Geräte, von denen über 60% Cookies gar nicht erst akzeptieren, sind die Trackingeinbussen einschneidend. Ausserdem verweilen mobile Nutzer nur knapp 10% ihrer Zeit überhaupt auf einem Browser und benutzen stattdessen vorwiegend cookieresistente Apps für ihre Online Aktivitäten. Als sich der Internetgebrauch noch auf Desktopcomputer beschränkte, erfüllten die browserbasierten Cookies durchaus ihren Zweck, aber der zunehmend mobile Internetzugriff der Nutzer verlangt nach neuen, geräteübergreifenden Trackingmethoden. Nur so lassen sich gravierende Streuverluste bei Werbeinvestitionen vermeiden.