Affiliate Marketing: quo vadis?

Affiliate Marketing: quo vadis?

Affiliate Marketing

Der Schweizer Affiliate-Markt durchlebte die letzten Jahre keine einfache Zeit. Immer weniger Kunden haben Affiliate-Programme gestartet, zudem haben technologische Fortschritte im digitalen Marketingbereich diverse Vorteile von Affiliate Marketing hinfällig gemacht. Vor einigen Wochen nun hat auch Zalando seine Affiliate Marketing Aktivitäten in der Schweiz beendet. Gestern teilte Webmiles, einer der grössten Loyalty-Publisher der Schweiz, zudem mit, dass die Firma ihr Portal ebenfalls aufgibt.

Affiliate Marketing war lange Zeit für Performance Kampagnen das non plus ultra. Jedes grössere E-Commerce Unternehmen unterhielt ein eigenes sogenanntes „Partnerprogramm“, bei Zanox, TradeDoubler, Affilinet oder einem anderen Anbieter. Das Prinzip war überall dasselbe: Unternehmen haben via den erwähnten Partnern Werbemittel (Banner, Links, Produkt-Feeds) zur Verfügung gestellt, welche daraufhin von Webmaster in ihre Webseiten, Blogs oder Apps integriert wurden. Im Erfolgsfall („User kauft etwas“) wurde der entsprechende Webmaster dann vom Affiliate Marketing Unternehmen vergütet.

Der Gründer von Converto, Matteo Schürch, war lange Zeit selber bei einem grossen Affiliate-Anbieter tätig (Affilinet) und kennt die Materie bestens: „Kunden sahen in Affiliate-Marketing einen effizienten Absatzkanal für Performance-basiertes Marketing. Leider hat Affiliate-Marketing im Display-Bereich in der Schweiz nie wirklich funktioniert. Selten klickt ein User auf einen Banner und kauft direkt etwas in einem Onlineshop. Viele Webmaster haben mit Affiliate-Marketing praktisch keine Einnahmen erzielt und ihre Webseiten oder Blogs wieder eingestellt.“

Anders sah die Sachlage bei sogenannten „Bonusprogrammen“ aus. Anstelle von oben erwähntem, klassischen Affiliate-Marketing Ansatz (Einbau von Werbemittel auf einer Webseite) haben Anbieter wie „Webmiles“ damit begonnen, die von Affilinet, TradeDoubler, Zanox & Co. zur Verfügung gestellten Kommissionen und Vergütungen (z.B. 5% pro Sale) mit dem User zu „teilen“. Sprich, bevor ein User in einem Shop (z.B. Zalando) etwas kaufen wollte, musste er sich  bei Webmiles einloggen. Die Sales-Kommission wurde daraufhin von Webmiles mit dem Nutzer geteilt, der User hat (im Beispiel) ergo 2.5% der Sales-Vergütung in Form von Gutscheinen oder Cash-Back erstattet bekommen.

„Viele Affiliate-Marketing Kunden wussten nicht, dass ein Grossteil der gesamten Affiliate Marketing Umsätze mittels Bonusprogrammen generiert wurde“, so Schürch weiter. Über die letzten Jahre haben Schweizer Kunden dann aber immer mehr verstanden, dass Affiliate Marketing in der Theorie hervorragend klingt, in der Praxis jedoch häufig nur einen geringen bis keinen Mehrwert bietet. Ein User, welcher sowieso beabsichtig, bei z.B. Zalando einzukaufen, muss ja nicht zusätzlich noch incentiviert werden. Das ist direkter Margen-Abfluss für den Kunden (in diesem Fall Zalando).

Vor ca. 4-5 Jahren existierten noch dutzende von Bonusprogramm-Anbieter, einer der grössten Player in diesem Bereich war „Webmiles“. Heute morgen nun hat Webmiles bekannt gegeben, dass die Aktivitäten eingestellt werden. Somit hat der letzte grosse Anbieter dieser Industrie seine Pforten schliessen müssen.

Converto hat mit seinem DTI-Peformance Netzwerk eine neuartige Alternative zu Affiliate Marketing geschaffen und steht Kunden und Agenturen für sämtliche Fragen bezüglich Performance Marketing Aktivitäten in der Schweiz sehr gerne zur Verfügung.